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Money Matters

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Das liebe Geld ist gerade für Studenten oft knapp und kann für viel Frustration und Stress sorgen. Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, dass am Ende des Geldes hoffentlich nicht mehr viel Monat übrig ist.
Das Stipendium ist meist die naheliegende Lösung, welches für Studenten in Frage kommt, um an Geld zur Finanzierung des Studiums zu kommen. Doch gerade in der Schweiz wo trotz steigender Anzahl an Studierenden eine reale Abnahme von 25 % bei den kantonalen Stipendien und Darlehen seit 1994 stattfand, ist es möglicherweise interessant andere Wege zur Studienfinanzierung einzuschlagen.

Alles beginnt mit einem Budgetplan
Um überhaupt zu wissen, wie viel Geld das verfügbar ist oder wie viel Geld das fehlt,
ist ein Budgetplan unerlässlich. Es ist insbesondere dringend empfohlen, einen solchen bereit zu halten, bevor man sich an kantonale Stellen, Stiftungen oder andere Darlehens- und Stipendiengeber wendet. Diese verlangen ohnehin meist einen Budgetplan, um das allfällige Stipendium oder Darlehen festlegen zu können. Wer jetzt keinen Plan hat, wie er einen Budgetplan erstellen soll, findet unter www.budgetberatung.ch viele weiterführende Informationen. Zusätzlich bietet die Fachstelle für Studienfinanzierung auf Ihrem Internetauftritt eine Aufstellung zu den Lebenshaltungskosten an. Diese kann problemlos als Orientierungshilfe zur Budgetplanung verwendet werden.

Der Klassiker, das Stipendium
Können die Eltern den Studierenden nur teilweise unterstützen, führt der erste Weg in Sachen Studienfinanzierung für Schweizer Bürger immer zuerst zu den kantonalen Stipendienstellen. Dies folgt daraus, dass die allermeisten Stipendien oder Darlehen von Stiftungen so oder so zuerst den Entscheid der kantonalen Stipendienstelle sehen möchten. Für Studenten aus dem Ausland gestaltet sich dies etwas komplizierter. Grundsätzlich gilt, dass die tiefen Studiengebühren im Vergleich zum Ausland bereits als Stipendium betrachtet werden können. Insbesondere da diese durch staatliche Fördergelder ermöglicht werden.

Trotzdem gibt es Möglichkeiten, um als ausländischer Student an der Universität St. Gallen finanzielle Unterstützung zu erhalten. In erster Linie gilt aber hier, dass zuerst im Heimatland und bei privaten Institutionen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssen. Reicht dies trotzdem nicht aus, bietet die Universität St. Gallen für Studierende im Bachelor- oder Master-Studium, nach dem ersten abgeschlossenen Semester an der HSG, Unterstützung durch den Darlehens- und Stipendienfonds. Die Faktoren welche für eine Unterstützung durch den Fonds entscheiden sind, nebst der finanziellen Situation des Studierenden und dessen Eltern auch die Studienleistungen und das Engagement in universitären Organisationen sowie im sozialen Bereich ausserhalb der Universität. Beratung und Unterstützung diesbezüglich wird durch die Fachstelle für Studienfinanzierung der Universität St.Gallen angeboten.

Selbstverständlich ist der Darlehens- und Stipendienfonds unter den gleichen Bedingungen für Schweizer und Schweizerinnen zugänglich.

Alternativ: Ein Darlehen?
Darlehen kommen meist nur für Studierende auf dem Master-Level in Frage. Denn grundsätzlich gilt es für den Darlehensgeber zu klären, ob das gewährte Darlehen zurückbezahlt werden kann. Der Darlehens- und Stipendienfonds der Universität St. Gallen gewährt Darlehen ausschliesslich nur Master-Studierenden.

Das etwas andere Darlehen: studienaktie.org
Der gemeinnützige Verein studienaktie.org bietet ein alternatives Modell zur Studienfinanzierung an, bei der ein Bildungsinvestor ideell und finanziell in einen Studenten investiert. Bei diesem Finanzierungsweg bildet der Verein studienaktie.org das Bindeglied zwischen Studenten und Investor. Die Vorteile dieser Form der Unterstützung liegen auf der Hand: Der Studierende erhält einen persönlichen Kontakt, welcher durch Coaching und Mentoring ganz neue Perspektiven eröffnen kann. Der im Jahr 2006 lancierte Verein hat bereits einige Studenten vermittelt – auch an der Universität St. Gallen. Für interessierte Studierende bestimmt eine attraktive Alternative.

Jobben während dem Studium?
Eine andere Möglichkeit die Ertragsseite etwas aufzubessern ist ein Nebenjob oder ein Praktikum während den Semesterferien. Hierfür bietet das Career Services Center der Universität St.Gallen mit HSG TALENTS Online eine Jobplattform, welche exklusiv für Angehörige der Universität St.Gallen zugänglich ist. Auf HSG TALENTS Online findet man neben einem grossen Anteil an anspruchsvollen Praktika für höhere Semester auch Jobangebote, die für Assessment-Studierende interessant sein können. Das Spektrum reicht von einem Jobangebot als Aushilfe am Weihnachtsmarkt bis zum studentischen Mitarbeiter im Research.

Kurz & Bündig
Immer zuerst ein Budgetplan erstellen. Für Schweizer Studierenden gilt es zuerst die kantonale Stipendienstelle anzufragen, für ausländische Studenten gilt es mögliche Stipendien im Heimatland zu beantragen. Darlehen kommen erst ab Master-Stufe in Frage. Diverse Jobangebote können auf HSG TALENTS Online eingesehen werden.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Frau Nadine Ballmer, Leitung Fachstelle für Studienfinanzierung und Frau Katrin Meier, Career Services Center, für die ausführliche  ad-hoc Auskunft bedanken.

Bildnachweis: Patrick Lüthi (2010)

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