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Work Hard, Play Harder

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Aus der Vorlesung

Eines ist jetzt schon sicher: Diese Woche wird hart. Im Vergleich zumVerlauf des ersten Semesters, wo pro Woche ungefähr 25 Lektionen anstehen werden, kann die Startwoche mit täglichbis zu zehn Stunden Pflichtprogramm einen ganz schön fertigmachen. Und nach der schier endlosen Arbeit an der Fallstudie gilt es ja auch noch, neue Leute zu treffen, Extra-Angebote wie den Alumni-Abend zu besuchen oder Party zu machen. Da kann es gut sein, dass der Schlaf etwas zu kurz kommt. Vor allem, wenn man auch noch aufgrund des neuen Umfelds nervös ist und daher schlecht einschlafen kann oder wenn das Ikea-Bett noch gar nicht aufgestellt ist. Dabei ist Schlaf in der Anpassungsphase sehr wichtig. Die einzige Alternative dazu sind zwanzig Tassen Kaffee, was nicht gerade gesund, aber während der  Startwoche zumindest gratis ist.

Prioritäten setzen

Schlafen kann man notfalls auch während der Fallstudie. Diese ist nämlich gar nicht so zentral, wie immer gerne behauptet wird. Auch wenn es sich lohnen kann, sich einwenig zu bemühen, ist die Fallstudie bei weitem nicht das einzig relevante im Startwochen-Programm! Über längere Frist gesehen, ist es viel wichtiger, gute Freundschaften zu schliessen, die hoffentlich während der gesamten Studienzeit anhalten werden.
Wenn dabei die Arbeit an der Fallstudie manchmal ein bisschen vernachlässigt wird, ist das nicht weiter schlimm, denn es können eh nicht alle Gruppen gewinnen! Prioritäten setzen ist also eine weitere Massnahme,um die Startwoche erfolgreich zu überstehen, und sie wird im weiteren Verlauf des Studiums hilfreich sein, da es zum Teil schlicht unmöglich sein wird, jeden Kurs und alle Übungen zu besuchen. Es ist also zu

entscheiden, was weggelassen wird. Allerdings sollteman konsequent bleiben, denn wer nach zwei Monaten wieder hingeht, bekommt ein schlechtes Gewissen.

Montagmorgen, Campus…

Der HSG-Campus ist zwar nicht besonders gross, und die Anzahl Studenten während der Startwoche wird im Vergleich zu anderen Universitäten auch klein sein. Trotzdem ist es sehr einfach möglich,amersten Tag die Orientierung und auch die Gruppe zu verlieren. Die Woche damit zu beginnen, ohne Plan durchs B-Gebäude oder die Olma-Halle zu wandeln, ist nicht gerade empfehlenswert und unter Umständen auch ziemlich peinlich. Da ist es hilfreich,wenn man frühzeitig die Handynummern der Tutoren und einiger Gruppenmitglieder gespeichert hat.

Und zum Schluss noch dies

Es mag zwar überflüssig scheinen und sich nach Grossmutters persönlichem Tip fürs 21. Jahrhundert anhören, aber ein Tip darf auf dieser Aufzählung keinesfalls fehlen. Egal, ob sich die Gruppe entscheidet, die Fallstudie mit vollem Elan anzugehen oder die Priorität während der Woche vor allemaufdemAusgang liegen wird: Geniesst es! Macht das Beste draus, eine Woche früher als alle anderen zum Studium antraben zu müssen. Und gebt nicht auf.
Die Startwoche ist die einzige Veranstaltung, in der man die Chance hat, alle Studienanfänger auf einem Haufen zu sehen, nämlich am Freitag an der Abschlussveranstaltung. Die Startwoche kann zum Erlebnis werden, wenn man sie richtig angeht.

Startblatt 2009, Montags-Ausgabe

Bildnachweis: Annegret Funke (2009)

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